Aktualisiert: 19.10. 2026

Sternzeichen und verbundene Körperbereiche

Die Astrologie verteilt den menschlichen Körper auf die zwölf Tierkreiszeichen, und zwar in genau der Reihenfolge, in der sie im Tierkreis aufeinanderfolgen. Der Widder beginnt beim Kopf, die Fische enden bei den Füßen, dazwischen geht es von oben nach unten. Man nennt diese Zuordnung den Tierkreismenschen. Eine medizinische Landkarte ist das nicht. Es ist eine alte Bildsprache dafür, womit sich ein Mensch ausdrückt, wo sich Anspannung festsetzt und welche Körperregion etwas mehr Aufmerksamkeit verdient.

Sternzeichen und verbundene Körperbereiche

Woher die Tradition stammt

Schon im 1. Jahrhundert ordnete der römische Dichter Manilius in seinem Lehrgedicht Astronomica den Zeichen Körperteile zu, in derselben Reihenfolge, die bis heute gilt. Im Mittelalter wurde daraus ein beliebtes Motiv: eine nackte Gestalt, von deren Kopf, Brust, Armen und Beinen Linien zu den Symbolen der Zeichen führen. Man findet sie in Kalendern ebenso wie in kostbaren Stundenbüchern. Bader und Wundärzte wählten danach die Tage für den Aderlass, denn man glaubte, der Körperteil, dessen Zeichen der Mond gerade durchläuft, sei empfindlicher. Heute gehört das in die Medizingeschichte und taugt nicht als Anleitung zur Behandlung. Die moderne Astrologie versteht den Körper als Symbol.

So lesen Sie es im eigenen Horoskop

Das Sonnenzeichen ist nur der Anfang. Für die körperliche Ebene schaut die Astrologie vor allem auf drei Punkte im persönlichen Horoskop:

  • Der Aszendent, also das Zeichen, das im Moment der Geburt am östlichen Horizont aufging. Traditionell hängt er mit dem Aussehen, dem Gang und dem ersten Eindruck zusammen, den Sie bei anderen hinterlassen.
  • Das Sonnenzeichen zeigt, wo Ihre Stärke liegt und womit Sie auffallen. Beim Löwen ist das oft die aufrechte Haltung, beim Stier eine Stimme, die man nicht so schnell vergisst.
  • Mond und Planeten in einem bestimmten Zeichen machen dessen Körperregion zum Thema: was Pflege verdient und welche Art von Bewegung Ihnen am meisten Freude macht.

Astrologen achten außerdem auf die gegenüberliegenden Zeichen. Widder und Waage, Krebs und Steinbock oder Jungfrau und Fische bilden Achsen, die die Tradition gemeinsam liest: Kopf und Lenden, Brust und Knie, Bauch und Füße. Ist eine Seite der Achse betont, lohnt sich ein Blick auf die andere.

Mond und Körperteile im Mondkalender

Der Mond durchwandert den ganzen Tierkreis in rund 27 Tagen und bleibt also gut zwei Tage in jedem Zeichen. Volkstümliche Mondkalender ordnen deshalb jedem Tag einen Körperteil zu: Steht der Mond im Stier, ist vom Hals die Rede, steht er im Schützen, von Hüften und Oberschenkeln. Nehmen Sie das als Anregung, nicht als Regel. In welchem Zeichen der Mond heute steht, zeigt unser Mondkalender. Die Beschreibungen der einzelnen Zeichen weiter unten finden Sie auch dort, jeweils beim Wechsel des Mondes in das nächste Zeichen.

Widder – Kopf und Gesicht

Der Widder ist in der Astrologie für Kopf, Gesicht und Augen zuständig, also für alles, womit man der Welt als Erstes begegnet. Nicht umsonst sagt man Widdern nach, sie wollten mit dem Kopf durch die Wand: erst handeln, dann nachdenken. Steht der Mond im Widder, rät die Tradition, den Kopf nicht unnötig zu überlasten. Weniger Bildschirm, mehr frische Luft und Zeit für einen Gedanken, der noch reifen muss.

Stier – Hals und Kehle

Der Stier regiert Hals, Kehle und Stimme. Stiere haben oft eine ruhige, angenehme Stimme, und viele singen gern, und sei es nur im Auto. Der Nacken ist zugleich die Stelle, an der sich bei ihnen die Anspannung von Tagen sammelt, an denen sie sich zu viel aufgeladen haben. Mit dem Mond im Stier passen laut Mondkalender ein Schal, warmer Tee, sanftes Dehnen des Nackens und ein Essen, das man ohne Eile genießt.

Zwillinge – Schultern, Arme und Hände

Die Zwillinge stehen für Schultern, Arme, Hände und Finger, nach älterer Tradition auch für Lunge und Atem. Es ist das Zeichen der Sprache und der Gesten, und so reden Zwillinge gern mit den Händen. Läuft der Mond durch die Zwillinge, empfehlen Mondkalender, den Händen eine andere Arbeit zu geben als die Tastatur: einen Brief mit dem Füller schreiben, Teig kneten, zur Gitarre greifen. Und irgendwo draußen einmal richtig durchatmen.

Krebs – Brust und Magen

Der Krebs regiert Brustkorb, Brust und Magen. In der Astrologie sind das die Orte, an denen sich Gefühle niederlassen, und den flauen Magen vor einem wichtigen Gespräch kennt fast jeder, Krebse ganz besonders. Der Krebs ist das Zeichen des Zuhauses und des gemeinsamen Tisches. Der Mond im Krebs gehört deshalb traditionell dem Kochen, dem Abendessen mit der Familie und einer Mahlzeit, die man in Ruhe isst und nicht im Stehen zwischen zwei Telefonaten.

Löwe – Herz und Rücken

Der Löwe ist für Herz, Rücken und Wirbelsäule zuständig. Bildlich geht es um alles, was einen Menschen aufrecht hält: Mut, Stolz und die Lust, sich zu zeigen. Löwen gehen oft kerzengerade, und ihre Herzlichkeit spürt man schon von Weitem. Mit dem Mond im Löwen lohnt sich alles, bei dem das Herz vor Freude schneller schlägt: Tanzen, ein Konzert, Toben mit den Kindern. Und am Schreibtisch ein Blick auf die eigene Haltung.

Jungfrau – Bauch und Verdauung

Die Jungfrau regiert Bauch und Darm, also den Teil des Körpers, der sortiert, was nützlich ist und was nicht. Wer eine Jungfrau kennt, sieht die Verbindung sofort: Niemand trennt die Spreu so gründlich vom Weizen wie sie. In Mondkalendern steht der Mond in der Jungfrau für Regelmäßigkeit, einfaches Essen und Ordnung, auf dem Teller ebenso wie im Terminkalender.

Waage – Nieren und Lenden

Die Waage steht für Nieren, Lenden und den unteren Rücken, manche Traditionen rechnen ihr auch die Haut zu. Die Nieren halten den Wasserhaushalt des Körpers im Gleichgewicht, und um Gleichgewicht geht es der Waage in allen Dingen. Steht der Mond in der Waage, empfiehlt die Tradition, genug Wasser zu trinken, nicht auf kalten Steinen zu sitzen und sich eine Hautpflege zu gönnen, die auch dem Auge gefällt.

Skorpion – Becken und Intimbereich

Der Skorpion regiert Becken, Geschlechtsorgane und alles, wovon sich der Körper befreit. Er ist das Zeichen der Intimität, der Sexualität und der Erneuerung, und seine Körperregion ist entsprechend verborgen, empfindsam und kraftvoll. Der Mond im Skorpion eignet sich nach alter Überlieferung für Sauna, ein heißes Bad oder einen langen Abend zu zweit, kurz für alles, was hilft, Ballast loszuwerden.

Schütze – Hüften und Oberschenkel

Der Schütze ist für Hüften, Oberschenkel und nach alter Tradition auch für die Leber zuständig. Die Oberschenkelmuskeln gehören zu den kräftigsten im Körper und tragen den Menschen auf die weiten Wege, nach denen sich Schützen so sehnen. Mit dem Mond im Schützen denken Mondkalender an einen längeren Spaziergang, eine Radtour oder einen Ausflug, an Bewegung mit weitem Blick. Schweres, fettes Essen kann nach ihrer Ansicht warten.

Steinbock – Knie, Knochen und Haut

Der Steinbock regiert Knie, Knochen, Zähne und Haut, also alles, was dem Körper Form und Schutz gibt. Steinböcke sind Baumeister, und ein stabiles Gerüst bedeutet für sie dasselbe wie ein guter Plan. Durchläuft der Mond den Steinbock, rät die Tradition, die Knie bei der Arbeit in der Hocke zu schonen, der Haut eine Creme zu gönnen und nicht mehr zu schultern, als man tragen kann.

Wassermann – Waden und Knöchel

Der Wassermann steht für Waden, Schienbeine und Knöchel, die neuere Astrologie ordnet ihm auch Kreislauf und Nerven zu. Der Knöchel ist ein kleines Gelenk, das den ganzen Körper trägt und ihn blitzschnell die Richtung wechseln lässt, was gut zu Wassermännern passt, die überraschende Wendungen lieben. Der Mond im Wassermann verbindet sich traditionell mit Wadendehnen, bequemen Schuhen und einer Pause vom langen Stehen.

Fische – Füße

Die Fische schließen den Tierkreis bei den Füßen und Zehen ab. Mit den Füßen berührt der Mensch den Boden, und die Fische, das verträumteste aller Zeichen, brauchen diesen festen Kontakt mehr als die anderen. Mit dem Mond in den Fischen ist laut Tradition eine gute Zeit für ein Fußbad, eine Fußmassage, Barfußgehen über Gras oder Sand und etwas mehr Schlaf. Mondkalender behaupten, der Körper reagiere an diesen Tagen empfindlicher auf Kaffee und Alkohol.